Ein kleiner MOC mit Vidiyo und ein paar Gedanken.

Ich bin jetzt noch kein großer MOCer, aber die Minifiguren von Vidiyo haben mich spontan zu folgendem kleinen MOC angeregt. So konnte ich auch endlich mal die Gesichter von Königin Wasimma Si-Willi verwenden.

Das Einhorn heizt ein!
Das Einhorn heizt ein!
Die Menge tobt.
Die Menge tobt.
Musik verbindet.
Musik verbindet.
Und Festivalbesucher finden sich.
Und Festivalbesucher finden sich.
Noch ein Blick auf das DJ-Pult.
Noch ein Blick auf das DJ-Pult.
Auch die Kleinsten haben Spaß.
Auch die Kleinsten haben Spaß.
Ein letzter Blick.
Ein letzter Blick.

Ich habe auch eine Produkt-Bewertung geschrieben und bin dabei nur bedingt auf die „Unicorn DJ Beatbox“ (#43106) eingegangen. Viel mehr ging es mir um die fast immer gleich lautenden Kritiken. Die wollte ich mal ein wenig relativieren:

Vorab: Die Fotos enthalten auch Teile und Figuren aus anderen Sets. DJ ist aber das Einhorn.
Werte Legoisten, Fanboys und notorische Nörgler,

Ich war schon so frei, und habe die Party Llama Beatbox reviewed. Inzwischen habe ich alle Beatboxen und Bandmaids erworben und möchte hier mal einen kritischen Blick, auch hinsichtlich der negativen Reviews, auf Vidiyo werfen.
Negativ bei dem Set ist in jedem Fall der Preis und vielleicht auch die Anbindung an eine Äpp. Klar. Der Preis ist zu hoch. Wenn ich aber zum Juwelier gehe und eine Rolex statt einer Casio kaufe, dann ist das meine Entscheidung. Niemand ist gezwungen, so viel Geld für Lego auszugeben. Es sagt ja auch niemand etwas, wenn man für ein paar Nike 600.-€ ausgibt, obwohl die in einem Niedriglohnland unter miesen Bedingungen zusammengeklebt werden und die gleichen Produktionskosten haben wie die No Name Treter für 10.-€.
Die Anbindung an eine Äpp für mehr Spielspaß könnte man auch negativ bewerten. Aber in welchem Kinderzimmer steht keine Konsole? Da wird der Bock zum Gärtner gemacht, denn am Ende bietet eine Äpp Mehrwert, aber kein Kind wird dazu gezwungen, die Äpp zu verwenden. Viel mehr sollten sich die Eltern fragen, was sie falsch gemacht haben, wenn das Kind nur in Verbindung mit der Äpp Spaß beim Spielen mit dem Einhorn hat. Ein Kind sollte beim Anblick der Einhorn DJ Beatbox eine Explosion der Phantasie in seinem Kopf haben und ohne Nachdenken neue Welten erschaffen. Wenn das sogar bei mir altem Mann funktioniert, wäre es für Eltern ein Alarmzeichen, wenn das Kind unbedingt die Äpp braucht.
Deshalb habe ich mir erlaubt, das Einhorn in meine Idee, die ich sofort im Kopf hatte, als ich die Vidiyo-Figuren sah, einzubinden. Natürlich habe ich als AFOL den Luxus, für fast alle kleinen Geschichten die passenden Teile und Figuren zu haben. Aber es sollte für Kinder noch weniger ein Problem, eine neue Welt aus dem, was sie haben, zu schaffen, als für Erwachsene. Und bei den Eltern, die sich Lego für ihre Kinder leisten können, wird die Beatbox sicher nicht das einzige Lego-Set sein, dass sich im Kinderzimmer findet.
Ich hoffe, dass ich nun ein wenig die Kritikpunkte relativieren konnte. Ich will doch lieber über das Set selber reden:
16 Beatbits, 14 davon zufällig, eine Box zur Präsentation der Figur und ein Fach für weitere Beatbits und Kleinteile. Alles bonbonfarben und etwas schrill. Auf der Rückseite der Box kann man noch mit ein paar Steinen Deko anbringen. Der in der aus einem Blatt bestehenden Anleitung wird ein Einhorn vorgeschlagen, dass für mich aber wie ein Totenkopf aussieht. Mit insgesamt 84 Teilen (zzgl. ein paar 1×1 Ersatzteile) ist es das Set mit den meisten Teilen der Beatbox-Reihe. Ich finde die Box klasse, denn so konnte ich das Einhorn problemlos mit zu meiner Mutti nehmen und ihr zeigen, ohne das etwas verloren geht.
Die Beatbits sollen wohl ein wenig zum Sammeln und Tauschen anregen. Der AFOL in mir ruft „Hauptsache bedruckte Fliesen!“, für Kinder sind die bunten Fliesen vielleicht wirklich etwas für Tauschgeschäfte in der großen Pause. Ich finde die 2×2 Fliesen bzw. Beatbits toll. Manche Motive sind langweilig, aber andere sind kleine Kunstwerke. Das ist eine gute Überleitung zum wichtigsten Bestandteil des Sets: Das Einhorn.
Die Minifigur in den Farben Coral, Aqua und Lila ist extrem aufwendig gestaltet. Der Kopf mit wehender Mähne und Horn ist ein neuer Mold (= Gussform). Die Beine sind dual molded (zweifarbig) und vorne und seitlich bedruckt. Auch die Arme sind bedruckt, ebenso der Oberkörper vorne und hinten. Gekrönt wird die Figur von einem Schweif aus einem elastischen Material.
Alle Prints auf der Figur sind hochwertig und zeigen den Stand der Drucktechnik. Mehr davon, Lego!
Bleibt mein Fazit. Ich habe ja versucht, auch mir selber gegenüber, die Kritikpunkte zu relativieren. Betrachte ich nur das Produkt, finde ich die Box sehr gelungen. Als Kind wäre sie sicher hin und wieder heimlich in meinen Schulranzen gewandert. Da hätten die Waldorf-Lehrer mit ihren Holzbausteinen nicht mithalten können. Die Box ist so klein, dass man sie überall hin mitnehmen kann. Füllt man noch ein paar kleine Steine ins Fach, kann sich ein Kind auch auf einer längeren Autofahrt damit beschäftigen, indem es die Rückseite neu gestaltet. Ich muss leider bei längeren Fahrten die Hände am Steuer lassen. Trotzdem finde ich die Beatbox toll. Und was Kinder bzw. Erwachsene draus machen, liegt letztendlich nur an der Phantasie der Baumeister.

Natürlich ist mein MOC nichts für eine Ausstellung. Spontan gebaut aus den Teilen, die ich da hatte.

Über Andreas Graetschel

Im Spätersommer 2019 auf Grund der politischen Weltlage aus den Dark Ages auf-, und komplett in die Welt von LEGO® eingetaucht. Am 01.09.2019 begann mit der #10255 "Stadtleben" das Leben als AFOL. Das Geld für das nicht ganz preiswerte Hobby verdiene ich als IT-Systemkaufmann im Vertrieb bei einem Distributor für professionelles AV-Equipment.
Dieser Beitrag wurde unter MOCs, Reviews abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Solve : *
24 × 15 =